Ist Hypnose als Therapie anerkannt?

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Ist Hypnose als Therapie anerkannt?

Die Suche nach einer modernen, lösungsorientierten Therapie, hat der Hypnose einen guten Ruf und einen kontinuierlich wachsenden Bekanntheitsgrad eingebracht. In den Medien wird derzeit viel darüber berichet. Hier wird mir persönlich leider zu häufig der „Showeffekt“ in den Vordergrund gestellt und somit von Hypnoseanwendungen ein verzerrtes Bild erzeugt!

Hypnotherapie wurde durch den wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie im März 2006 als wissenschaftliche Behandlungsmethode in der Psychotherapie der Bundesrepublik Deutschland anerkannt.

Bei der Hypnosetherapie handelt es sich also um keine esoterische Lehrart mit zweifelhaftem Hintergrund, sondern um ein wissenschaftlich und psychotherapeutisch anerkanntes und belegtes Verfahren!

Aber wie wirkt Hypnose?

Haben Sie schon erlebt, dass Ihnen bei einem Gespräch über Köstlichkeiten das Wasser im Munde zusammenläuft? Lediglich die Vorstellung der leckeren Speisen hat in Ihrem Gehirn die körperliche Reaktion ausgelöst!

Ihre Gehirnzentren sind nicht nur dann aktiv, wenn Sie sich konkret mit einer bestimmten Aufgabe beschäftigen. Sie können auch dann aktiv werden, wenn Sie nur über eine bestimmte Tätigkeit nachdenken oder sich nur etwas vorstellen.

Im Zustand der hypnotischen Trance lassen sich so auf virtuelle Weise tatsächliche Veränderungsprozesse auslösen. Im Trance-Zustand können Erfahrungen gemacht werden, die real vielleicht gar nicht möglich sind, weil die Fähigkeiten dazu (noch) nicht vorhanden sind oder einfach keine Möglichkeit besteht, eine reale Situation so passend zu gestalten, dass die Erfahrung tatsächlich erlebbar wäre.

Hypnose ermöglicht z.B. das Aufnehmen von Erfahrungen, die nur in der Vorstellung geschehen, aber vom Gehirn aufgrund des Trance-Zustandes als real angenommen werden. So kann das Gehirn diese Erfahrungen als real gemachte Erfahrungen bewerten und somit als echten Lerneffekt speichern.

Grund dafür ist, dass das Gehirn aufgrund des Trancezustandes beginnt, die Beurteilungsfähigkeit zu verlieren, ob ein erlebter Sachverhalt virtuell oder real ist (wohl bemerkt: das Gehirn! – Das Bewusstsein mag noch unterscheiden können, spielt aber bei einem solchen Prozess zumeist nur eine untergeordnete Rolle).

Man sagt, der Mensch sei die „Summe seiner Erfahrungen“. Die Hypnose ermöglicht, schlechte oder traumatische Erfahrungen „umzuschreiben“, Angewohnheiten zu verändern, blockierende Glaubenssäzte aufzuheben und vieles mehr!

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